Label demea-Beratungsunternehmen

Anforderungen des Labels

Beratungsunternehmen, die mit dem Label Demea-Beratungsunternehmen ausgezeichnet werden möchten, müssen folgende Kriterien erfüllen:

  1. Kritische Größe: Die Beratungsunternehmen müssen eine feste personelle Mindestgröße von drei fest angestellten Beratern haben. Die Berater sollen über umfassende Kompetenzen hinsichtlich materialeffizienter Produkt- und Prozessgestaltung verfügen, um qualitativ hochwertige Rohstoff- und Materialeffizienzberatungen durchführen zu können. Zur Sicherstellung der bundesweiten Ausbreitung des Labels sind Ausnahmen von der im ersten Satz getroffenen Regelung möglich.

  2. Die Beratungsunternehmen müssen ihre wirtschaftliche Stabilität für die vergangenen zwei Jahre nachweisen und eine wettbewerbsneutrale Beratung gewährleisten können.

  3. Fachliche Expertise: Es werden Methodenkenntnisse zur Rohstoff- und Materialeffizienz vorausgesetzt, also auch die Kompetenz, ineffiziente Produktionsprozesse zu Erkennen (in der Regel durch eine Stoffstromanalyse) und Maßnahmen zur besseren Materialausnutzung konzipieren zu können. Ebenso sind Kenntnisse im Bereich der ressourceneffizienten Produktgestaltung erforderlich. Es sollen möglichst mehrere relevante Wissensgebiete abgedeckt und mit Branchenkenntnissen belegt werden. Neben ingenieurwissenschaftlicher Expertise muss auch betriebswirtschaftliches Know-how vorhanden sein. Weiterhin sind Erfahrungen mit dem Einsatz beratungsorientierter Methoden und Werkzeuge nachzuweisen. Die wettbewerbsneutrale Rohstoff- und Materialeffizienzberatung sollte zum Kerngeschäft des Beratungsunternehmens gehören.

  4. Der Bezug zur Zielgruppe muss gegeben sein, d. h. es müssen also nachweisbare Erfahrungen in der Beratung von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) mit bis zu 250 Beschäftigten vorliegen.

  5. Die Beratungsunternehmen müssen Erfahrungen in der Kooperation mit (Fach-)Hochschulen und Forschungseinrichtungen haben.

  6. Da die Information über weiterführende Förderprogramme ein wichtiger Bestandteil der Beratungen ist, müssen die Beratungsunternehmen über umfassende Kenntnisse der relevanten öffentlichen Förderung verfügen.

  7. Die für das Förderprogramm BMWi-Innovationsgutscheine vereinbarten Qualitätsstandards müssen von den autorisierten Beratungsunternehmen anerkannt und eingehalten werden. Vom RKW oder seinen Partnern angebotene Informations- und Schulungsmaßnahmen sind wahrzunehmen.


Label
Die Einhaltung der Kriterien wird durch die Selbstauskunft der antragstellenden Beratungsunternehmen sowie einer Reihe vorzulegender Unterlagen durch das RKW geprüft.

Die im August 2016 im Modul „go-effizient“ des Förderprogramms BMWi-Innovationsgutscheine autorisierten Beratungsunternehmen erhalten das Label „demea-Beratungsunternehmen“ befristet bis zum 31.12.2017 ohne weiteren Nachweis.

Bislang nicht für das Modul „go-effizient“ autorisierte Beratungsunternehmen müssen zur Erlangung des Labels einen Antrag analog zum bisherigen Autorisierungsantrag stellen. Mit der Einreichung des Antrags werden die vorliegenden Allgemeinen Geschäftsbedingungen seitens des Antragstellers anerkannt. Juristischer Empfänger des Antrags ist der RKW e. V. Das RKW prüft den Antrag und verleiht bei erfolgreichem Verlauf der Prüfung dem antragstellenden Beratungsunternehmen das Label „demea-Beratungsunternehmen“. Nach Verleihung erfolgt die Aufnahme in die Beraterliste auf dieser Website.

Die für das Label gelisteten Beratungsunternehmen müssen zur Aufrechterhaltung des Labels nachweisen, dass sie mindestens eine Rohstoff- und Materialeffizienzberatung pro Kalenderjahr durchgeführt haben. Erstmalig ist der Nachweis zum Stichtag 31.12.2017 zu erbringen. Gelabelten Beratungsunternehmen, die diese Bedingung unbegründet nicht erfüllen, wird das Nutzungsrecht für das Label „demea-Beratungsunternehmen“ entzogen.

Rechtliche Situation

Hier finden Sie die allgemeinen Geschäftsbedingungen.

Antragsunterlagen für das Label

Hier finden interessierte Beratungsunternehmen die Dokumente für die Beantragung des Labels „demea-Beratungsunternehmen“.