Förderprogramme Thüringen

Der Freistaat Thüringen fördert kleine und mittlere (gewerbliche und sozialwirtschaftliche) Unternehmen sowie die Freien Berufe über die sogenannte Beratungsrichtlinie. Die Beratungsrichtlinie unterscheidet sechs Fördergegenstände. 

Für Sie ist die Beratung durch selbständige Unternehmensberater und Unternehmensberaterinnen – Intensivberatung und Prozessbegleitung“ relevant. Denn in den Beratungen können neben betriebswirtschaftlichen Themen auch „Rationalisierungsmaßnahmen und Kostensenkungen“ sowie explizit das Thema „Materialeffizienz“ behandelt werden.   

Antragsteller müssen grundsätzlich Sitz, Betriebsstätte oder Niederlassung in Thüringen haben. 

Projektträger und zuständig für die Bearbeitung der Beratungsfälle ist die Gesellschaft für Arbeits- und Wirtschaftsförderung des Freistaats Thüringen mbH (GFAW, www.gfaw-thueringen.de). Die Förderrichtlinie schreibt für die Beratungsprojekte zwingend die fachliche Begleitung durch einen sogenannten Qualitätssicherer vor (z. B. durch die RKW Thüringen GmbH), mit dem der Antragsteller einen Qualitätssicherungsvertrag zu schließen hat. 

Er muss mindestens die Erhebung des Beratungsbedarfs, die Prüfung der Qualität sowie der Eignung des vom Antragsteller vorgeschlagenen Beraters/in und das Qualitätssicherungshonorar beinhalten. Die selbständigen Berater/innen bzw. Beratungsunternehmen müssen nachweislich über die für den Beratungsauftrag erforderliche (persönliche) Eignung, fachlichen Fähigkeiten und über ausreichende berufliche Erfahrungen verfügen. 

Dem Antrag auf Förderung der Beratung ist eine fachliche Stellungnahme des Qualitätssicheres beizufügen, in der unter anderem bestätigt wird, dass für das Beratungsprojekt mindestens sechs Tagewerke erforderlich sind. Der Qualitätssicherer ist für die begleitende und nachträgliche Qualitäts- und Erfolgskontrolle der Beratung sowie für die Dokumentation dieser Kontrolle verantwortlich. 

Art und Höhe der Förderung

Projektförderung als nicht rückzahlbarer Zuschuss in Form einer Anteilsfinanzierung.
Der Zuschuss beträgt 50 Prozent der zuschussfähigen Gesamtausgaben für das Beratungs- und das Qualitätssicherungshonorar.
Die maximale Zuschusshöhe je TW beträgt 400 Euro, je TW Qualitätssicherung 50 Euro.
Der größtmögliche Förderumfang je Beratungsprojekt beträgt 20 TW, also 9.000 Euro.
Ein Zuwendungsempfänger kann bei mehreren Beratungsprojekten eine maximale Förderung in Höhe von 15.000 Euro erhalten.
Der Mindestumfang beträgt 6TW. 

Die Förderung fällt unter die AGVO, ist also keine „De-Minimis-Beihilfe“. 

Das Förderprogramm läuft bis 31.12.2021.

Wichtig: Nach Ziffer 4.1. ist „eine Förderung ausgeschlossen, wenn für denselben Zuwendungszweck die Fördervoraussetzungen einer identischen Bundesförderung gegeben sind“. 

Informationen zu dem Förderprogramm und die Beratungsrichtlinie vom 18.02.2016/19.02.2016 finden Sie hier.