FAQ – Häufig gestellte Fragen

Stand: 04.12 2018

1.   Allgemeine Fragen

Was fördert das Programm go-digital?

Das Förderprogramm go-digital fördert gezielte Beratungs- und Umsetzungsleistungen durch autorisierte Beratungsunternehmen in den Modulen „Digitale Geschäftsprozesse“, „Digitale Markterschließung“ und „IT-Sicherheit“ in rechtlich selbständigen Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft (KMU) einschließlich des Handwerks mit technologischem Potenzial.

Welche Unternehmen können im Förderprogramm go-digital beraten werden?

Im Förderprogramm go-digital können Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft (KMU) einschließlich des Handwerks mit technologischem Potenzial beraten werden, die

  • weniger als 100 Mitarbeiter,
  • im Jahr vor dem Vertragsabschluss einen Jahresumsatz oder eine Jahresbilanzsumme von höchstens 20 Millionen Euro haben und
  • eine Förderfähigkeit nach der De-minimis-Verordnung besitzen.

Das Unternehmen muss eine Betriebsstätte oder Niederlassung in Deutschland haben und darf zusammen mit seinen „Partnerunternehmen“ und „verbundenen Unternehmen“ die zuvor genannten Voraussetzungen für Mitarbeiterzahl und Jahresumsatz oder Bilanzsumme nicht überschreiten.

Inwieweit können Startups im Rahmen von go-digital beraten werden?

Start-Ups können dann im Rahmen von go-digital beraten werden, wenn bereits ein signifikanter Geschäftsbetrieb mit ausreichend Umsätzen erkennbar ist.

Wie finde ich als interessiertes Unternehmen ein autorisiertes Beratungsunternehmen?

Auf der Homepage www.bmwi-go-digital.de werden alle autorisierten Beratungsunternehmen mit den entsprechenden Kontaktdaten und den autorisierten Beratungsmodulen veröffentlicht.

Die Autorisierung und Veröffentlichung neuer Beratungsunternehmen erfolgt kontinuierlich.

2.   Fragen zur Projektförderung

Wie läuft eine Projektförderung im Förderprogramm ab?

Ein autorisiertes Beratungsunternehmen und ein interessiertes Unternehmen stimmen ein mögliches Förderprojekt ab. Sind sich beide Partner einig, dass eine Projektförderung beantragt werden soll, einigen sie sich in einem (als Formular bereitgestelltem) Beratungsvertrag über die Inhalte der Beratungsleistung (Projektplan), die Anzahl der Beratungstage, die Honorarleistung, die Eigenbeteiligung. Der Vertrag erfolgt unter der Bedingung, dass er erst mit Erhalt des Zuwendungsbescheids wirksam wird und gilt somit nicht als vorzeitiger Vorhabensbeginn.

Das Beratungsunternehmen stellt für das zu beratende Unternehmen den Förderantrag im Förderprogramm go-digital. Nach Erhalt des Zuwendungsbescheides beginnt die Beratungsleistung und Umsetzung. Nach einer Projektlaufzeit von maximal sechs Monaten erstellt das Beratungsunternehmen eine Rechnung über die Eigenbeteiligung sowie einen Verwendungsnachweis.

Nach erfolgter Prüfung des Verwendungsnachweises wird dem Beratungsunternehmen der Zuschuss ausgezahlt und dem geförderten KMU eine entsprechende De-minimis-Bescheinigung ausgestellt.

Wie erfolgt die Antragstellung?

Eine Antragstellung für ein Förderprojekt erfolgt durch das autorisierte Beratungsunternehmen über easy-Online (Förderportal des Bundes).

  • Nachdem Sie zunächst die Nutzungsbedingungen bestätigt haben, gelangen Sie auf die Plattform zur Eingabe der Antragsdaten
  • Unter dem Register „Gesamtfinanzierung“ sind Eingaben zu den Gesamtausgaben des Projektes und dem Eigenanteil des beratenen Unternehmens erforderlich:
Bildschirmfoto Gesamtfinanzierung

Beispiel: Gesamtausgaben 11.900 € (10.000 € netto + 1.900 € Ust.)

  • Eingabe unter Finanzierungsübersicht:
Bildschirmfoto Finanzierungsübersicht

Beispiel: Mittel Dritter / Einnahmen = 6.900 € (5.000 € Förderung + 1.900 € Steuer aus Gesamtausgaben)

  • Die Eigenmittel (11.900 € - 6.900 € = 5.000 €) und die Quote (5.000 € /11.900 € = 42,02 %) werden dann automatisch berechnet

Welche Fördermodule gibt es und können diese miteinander kombiniert werden?

Die Beratungsleistung erfolgt in den Modulen „IT-Sicherheit“, „Digitale Markterschließung“ und „Digitalisierte Geschäftsprozesse“.

Im Rahmen der Antragstellung muss ein Hauptmodul gewählt werden, welches mindestens 51 Prozent des Beratungsvolumens ausmacht. Da sich die Themenbereiche der Module teilweise überschneiden, können nach Bedarf ein beziehungsweise zwei Nebenmodule zusätzlich gewählt werden.

Aufgrund der zentralen Bedeutung der IT-Sicherheit sind in diesem Kontext immer mindestens zwei Tagewerke zu beraten – unabhängig von der Wahl und Kombination der Module.

Was genau kann im Modul 1 „IT-Sicherheit“ gefördert werden? Welches Ziel wird verfolgt?

  • Risiko- und Sicherheitsanalyse (Bewertung von Bedrohungen und möglichen Schwachstellen) der bestehenden oder neu geplanten betrieblichen IKT-Infrastruktur
  • Maßnahmen zur Initiierung/Optimierung von betrieblichen IT-Sicherheitsmanagementsystemen

Ziel: Vermeidung von wirtschaftlichen Schäden sowie Minimierung von Risiken durch Cyberkriminalität; selbständiger Betrieb von grundlegenden erforderlichen IT-Sicherheitsmaßnahmen

Was genau kann im Modul 2 „Digitale Markterschließung“ gefördert werden? Welches Ziel wird verfolgt?

Gefördert werden folgende Inhalte:

  • Entwicklung einer unternehmensspezifischen Online-Marketing-Strategie
  • Aufbau einer professionellen Internetpräsenz zur Vermarktung
  • Einführung eines eigenen Online-Shops oder Nutzung externer Auktions-, Verkaufs- oder Dienstleistungsplattformen, sowie auch Social-Media-Tools, Website-Monitoring und Content-Marketing
  • nachgeordnete Geschäftsprozesse eines Online-Shops, wie bspw. die Warenbereitstellung und Zahlungsverfahren

Ziel: Unterstützung der Vermarktung, Erschließung neuer Märkte und Kundengruppen

Was genau kann im Modul 3 „Digitalisierte Geschäftsprozesse“ gefördert werden? Welches Ziel wird verfolgt?

Einführung von e-Business-Software-Lösungen für Gesamt- oder Teilprozesse des Unternehmens einschließlich ihrer möglichst sicheren Abwicklung im Unternehmen oder zwischen Unternehmen und Kunden bzw. Geschäftspartnern.

In Abhängigkeit vom Wissens-, Erfahrungs- und Umsetzungsstand innerhalb des Unternehmens können bspw. folgende Beratungs- und Umsetzungsleistungen erfolgen: Versand- und Retourenmanagement, Logistik, Lagerhaltung, elektronische Zahlungsverfahren

Ziel: möglichst durchgängige Digitalisierung von Arbeitsabläufen im Unternehmen

Welche Besonderheit muss bei ausschließlicher Beratung in den Modulen „Digitale Markterschließung“ und „Digitalisierte Geschäftsprozesse“ beachtet werden?

Sofern ausschließlich in den Modulen „Digitale Markterschließung“ und / oder  „Digitalisierte Geschäftsprozesse“  beraten/umgesetzt wird, sind zwingend zwei Beratertage für IT-Sicherheit vorzusehen.

Sofern das Beratungsunternehmen für „IT-Sicherheit“ autorisiert ist, kann diese Beratung unmittelbar durch dieses Unternehmen erfolgen. Ansonsten muss die Beratung durch einen sachverständigen Dritten (ein für IT-Sicherheit autorisiertes Beratungsunternehmen oder eine Forschungseinrichtung) realisiert werden.

Können auch Drittleister (sachverständige Dritte) in die Beratung eingebunden werden?

Die Beratungsleistung ist grundsätzlich vollumfänglich vom autorisierten Beratungsunternehmen auszuführen. Wenn es die Aufgabenstellung erfordert, kann zur Unterstützung ein sachverständiger Dritter (aus anderen autorisierten Beratungsunternehmen oder aus Forschungseinrichtungen)  herangezogen werden, wenn dieser über eine zusätzliche Kompetenz verfügt, die nicht im Beratungsunternehmen vorhandenen, aber zur Zielerreichung zwingend notwendig ist. Der Einsatz des sachverständigen Dritten ist bei der Antragstellung detailliert anzuzeigen und klar zur Leistung und Kosten des autorisierten Beratungsunternehmens abzugrenzen. Dies gilt auch für die Darstellung im Verwendungsnachweis.

Wie viele Beratertage können in welcher Kombination der Module gefördert werden?  

1. Zunächst muss ein Hauptmodul mit mindestens 51 Prozent des Förderschwerpunktes gewählt werden.

2. Im Hauptmodul sind bis zu 20 Beratertage förderfähig, einschließlich

  • bis zu vier Beratertage für eine Potenzialanalyse und Grobkonzeptionierung
  • bis zu sechs Beratertage für sachverständige Dritte in der Umsetzungsphase
  • sowie zwei Beratertage für IT-Sicherheit*

*Sollte als Hauptmodul „Digitale Markterschließung“ oder „Digitalisierte Geschäftsprozesse“ gewählt werden, so sind zwingend zwei Beratertage für IT-Sicherheit (Förderkriterien nach Modul IT-Sicherheit) durchzuführen. Hierfür kann bei Bedarf ein sachverständiger Dritter einbezogen werden.

3. Bei Bedarf kann eine zusätzliche Beratungsleistung in einem oder in beiden Nebenmodul(en) mit insgesamt bis zu zehn Beratertagen erfolgen. Diese ist in der Vorhabenbeschreibung einzuplanen und im Verwendungsnachweis nachzuweisen.

4. Im Falle einer Kombination von Hauptmodul und Nebenmodul(en) sind maximal 30 Beratertage förderfähig.

Muss die Beratung immer mit der Potenzialanalyse beginnen?

Die Beratungsleistung besteht aus einer grundsätzlich durchzuführenden „Potenzialanalyse und Erstellung eines groben Realisierungskonzeptes“ sowie einer möglichen aufbauenden „Konkretisierung und Umsetzung des Realisierungskonzepts“. Sind dem Beratungsunternehmen das zu beratende Unternehmen und das geplante Vorhaben bereits bekannt, so können die Erarbeitung eines Realisierungskonzeptes und/oder das Projektmanagement ohne vorherige Durchführung einer Potenzialanalyse erfolgen.

Was heißt wettbewerbsneutrale Beratung?

Das autorisierte Beratungsunternehmen muss die für das zu beratene Unternehmen beste und günstigste Lösung finden und anbieten. Dafür soll unter anderem das zu beratene Unternehmen über die Vor- und Nachteile der empfohlenen Produkte und Leistungen sowie über mögliche Alternativen unterrichtet werden. Die Abwicklung dieser Maßnahme soll vom begünstigten Unternehmen schriftlich bestätigt werden.

Welcher Beratertagessatz wird gefördert?

Es wird ein Beratertagessatz von maximal 1.100 Euro (ohne Umsatzsteuer) mit 50 Prozent gefördert. Gleicher Maximaltagessatz gilt auch bei der Hinzuziehung von sachverständigen Dritten. Beratertagessatz und Sachverständigentagessatz können sich unterscheiden.

Welcher Zeitrahmen ist für ein Beratungsprojekt vorgesehen?

Die Laufzeit eines Beratungsprojekts soll 6 Monate nicht übersteigen.

Welche Eigenbeteiligung muss vom beratenen Unternehmen geleistet werden?

Die Förderquote des Förderprogrammes liegt bei 50 Prozent auf die Netto-Ausgaben.

Berechnungsbeispiel:

15 Beratertage mit einem Tagessatz von 1.000 Euro ergeben 15.000 Euro Ausgaben netto und 17.850 Euro Gesamtausgaben einschließlich der Umsatzsteuer von 19 Prozent (2.850 Euro).

Die Förderung beträgt 50 % von 15.000 Euro = 7.500 Euro.

Somit beträgt die Eigenbeteiligung hier 10.350 Euro. Diese ist dem begünstigten Unternehmen unter Ausweisung der USt. (2.850 Euro) in Rechnung zu stellen.

In den Antragsformularen wird diese Berechnung automatisiert durchgeführt.

Die Eigenbeteiligung darf 20% des Vorjahresumsatzes des beratenen Unternehmens nicht übersteigen, um dieses finanziell nicht zu überlasten bzw. ein angemessenes Verhältnis von Geschäfts- und Beratungsumfang sicherzustellen. Ab 10 % sind ergänzende Erläuterungen zur Aufbringung des Eigenanteils unaufgefordert mit einzureichen. Die Ausfertigung dieser Erläuterungen obliegt dem Beratungsunternehmen.

Wie oft kann ein Förderantrag für ein Unternehmen gestellt werden?

Ein im Rahmen des Förderprogramms „go-digital“ begünstigtes Unternehmen kann ein Jahr nach Beendigung der Förderung (Zeitpunkt ist die Bestätigung des Verwendungsnachweises) eine erneute Förderung nach dieser Richtlinie beantragen lassen.

Was ist die De-minimis-Regelung?

Bei der De-minimis-Regelung darf der Gesamtbetrag der einem Unternehmen von einem Mitgliedstaat der EU gewährten De-minimis-Beihilfen innerhalb eines fließenden Zeitraums von drei Steuerjahren den Betrag von 200.000 Euro nicht überschreiten. Die bisherigen De-minimis-Beihilfen des beratenen Unternehmens einschließlich der verbundenen Unternehmen müssen bei der Antragstellung im Förderprogramm go-digital angegeben werden.

(Rechtsgrundlage VO (EU) Nr. 1407/2013 der Kommission vom 18. Dezember 2013 über die Anwendung der Artikel 107 und 108 des Vertrags über die Arbeitsweise der EU auf De-minimis-Beihilfen. (ABl. L 352 vom 24.12.2013, S 1)).

Welche Unterschiede bestehen zum früheren Modellvorhaben go-digital?

Im Vorfeld wurde in ausgewählten Regionen ein Modellvorhaben durchgeführt. Dieses Modellvorhaben ist abgeschlossen.

Es bestehen folgende Unterschiede:

  • Die Förderquote liegt einheitlich bei 50 Prozent.
  • Die zwei Leistungsstufen (Potenzialanalyse und Durchführung) wurden zusammengefasst, so dass nur noch eine Beantragung notwendig ist.
  • Das Gutscheinkonzept wurde durch ein reguläres Antragsverfahren ersetzt.
  • Es gibt keinen vorzeitigen Maßnahmenbeginn mehr, so dass die Beratungsleistung erst nach Erhalt des Zuwendungsbescheides erfolgen kann.
  • Die Module können kombiniert werden.
  • In den Modulen „Digitale Markterschließung“ (vormals Internet-Marketing) und „Digitalisierte Geschäftsprozesse“ sind zwingend zwei Beratertage für IT-Sicherheit vorzusehen.

Welche Vorgehensweise ist im Fall unvorhergesehener Projektänderungen zu beachten?

Jegliche Form von Projektänderung ist grundsätzlich innerhalb des zuvor bewilligten Projektzeitraums schriftlich beim mit der Fördermaßnahme betrauten Projektträger zu beantragen. Wir empfehlen Ihnen, den Projektzeitraum kalendarisch und mit etwas Spielraum zu planen, um den administrativen Aufwand im Bedarfsfall möglichst gering zu halten.

Das Projekt wurde (erfolgreich) abgeschlossen. Welche Fristen gelten und Anforderungen gelten zur Einreichung der zugehörigen Dokumentation der Leistungserbringung (Verwendungsnachweis)?

Die Dokumentation der Leistungserbringung (Verwendungsnachweis) ist innerhalb von vier Wochen nach Abschluss des Projekts auf einem vom Projektträger bereitgestellten Formblatt zu erbringen. Der Verwendungsnachweis besteht aus einem zahlenmäßigen Nachweis und einem Sachbericht, der insbesondere einen Vergleich der geplanten und realisierten Beratungsleistungen ermöglicht (Soll-/Ist-Vergleich).

Bei der Rechnungsstellung ist auf den gemäß § 14 UStG vorgeschriebenen und im Geschäftsverkehr üblichen Inhalt einer Rechnung zu achten. Der Bezug zum geförderten Projekt, Leistungsinhalt, Leistungszeitraum ist herzustellen. Grundlage für die Rechnungslegung bildet der Beratervertrag.

3.   Fragen zur Autorisierung

Welche Kriterien muss ein Beratungsunternehmen für eine Autorisierung im Förderprogramm go-digital erfüllen?

  • Nachweis einer wirtschaftlichen Stabilität für die letzten drei Rechnungsjahre
  • Nachweis einer ausreichenden wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit: Beratungsunternehmen sollen nicht mehr als 30% ihres Vorjahresumsatzes über Zuwendungen aus go-digital realisieren. Gleichzeitig wird vorausgesetzt, dass mindestens ein volles Beratungsprojekt (Zuwendung: 16.500 Euro) durchgeführt werden können muss. Dies ergibt einen Mindestumsatz im Vorjahr i. H. v. 55.000 Euro. Ohne nachgewiesenen Vorjahresumsatz, bspw. bei frisch gegründeten Unternehmen kann keine Autorisierung erfolgen.
  • Nachweis der fachlichen Expertise durch mindestens drei Referenzprojekte pro beantragtem Modul, die nicht länger als drei Jahre zurückliegen
  • Bezug zur kleinbetrieblichen Beratungsklientel (die Referenzprojekte sollten in KMU mit weniger als 100 Mitarbeitern durchgeführt worden sein).
  • Gewähr einer wettbewerbsneutralen Beratung
  • Zusammenarbeit mit (Fach-) Hochschulen und Forschungseinrichtungen
  • Anerkennung und Erfüllung von Qualitätsstandards
  • Bereitschaft zur Teilnahme an Beraterschulungen

Wie viele Beraterinnen und Berater sind für die Autorisierung notwendig?

Pro beantragtem Modul ist mindestens eine entsprechend qualifizierte Beraterin beziehungsweise ein entsprechend qualifizierter Berater notwendig. Sollte ein und dieselbe Person die entsprechenden Qualifikationen für mehrere Module besitzen, so kann diese auch mehrfach genannt werden. Die autorisierten Beraterinnen und Berater müssen fest angestellt sein und in den Beratungsprojekten eingesetzt werden. 

Kann eine Autorisierung erlöschen oder vorzeitig zurückgenommen werden?

Die Autorisierung erlischt automatisch mit dem Außerkrafttreten der Förderrichtlinie. Ebenfalls erlischt die Autorisierung, wenn binnen eines Jahres nach Erhalt des Autorisierungsbescheides keine Projektanträge gestellt werden. Die Autorisierung kann vorzeitig beendet oder zurückgenommen werden, wenn wiederholt erhebliche Mängel (insbesondere Qualitätsmängel in den Unterlagen oder im Beratungsablauf) auftreten, die durch das autorisierte Beratungsunternehmen zu verantworten sind oder die Autorisierungskriterien gemäß geltender Förderrichtlinie nicht mehr erfüllt werden. Grundsätzlich besteht kein Rechtsanspruch auf eine Autorisierung.

Welche Qualitätsansprüche werden an das Beratungsunternehmen gestellt?

Die Beratungsunternehmen müssen die im laufenden Programm vereinbarten Qualitätsstandards und Normen wie den BSI IT-Grundschutz sowie ISO 27001 anerkennen, sich an ihnen orientieren, für deren grundsätzliche Einhaltung bürgen und sich darüber hinaus in entsprechenden Aktivitäten engagieren, um die Qualitätssicherung im Förderprogramm umzusetzen beziehungsweise weiterzuentwickeln.

Müssen im Modellvorhaben go-digital bereits autorisierte Unternehmen erneut Antrag auf Autorisierung stellen?

Ja. Da es sich um ein neues Förderprogramm handelt, müssen Autorisierungsanträge erneut und vollständig gestellt werden.

Ist es möglich, Module und Berater nachträglich zu autorisieren?

Für die Nachautorisierung steht auf der Website des BMWi „Innovation-Beratung-Förderung“ ein Formular zur Verfügung. Neben der Angabe des Beraterkennzeichens ist es besonders wichtig, mit den entsprechenden Referenzprojekten den Nachweis der Qualifikation der Berater für das ausgewählte Modul bzw. Zusatzmodul zu erbringen.