Meldung
15.02.2019

„Innovationen gestalten: neue Wege denken und gehen“ - go-Inno-Veranstaltung am 7. Februar 2019 im BMWi

go-Inno Veranstaltung am 07. Februar 2019
© BMWi
go-Inno Veranstaltung am 07. Februar 2019

Am 7. Februar 2019 fand im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie die diesjährige Veranstaltung für Beraterinnen und Berater im Programm „BMWi-Innovationsgutscheine (go-Inno)“ unter dem Motto „Innovationen gestalten: neue Wege denken und gehen“ statt. Rund 100 Vertreterinnen und Vertreter von Beratungsunternehmen, Forschungseinrichtungen, Kammern und Verbänden informierten sich und diskutierten über neue Wege hin zu technischen und verstärkt auch nichttechnischen Innovationen in vielfach noch unerschlossenen Bereichen (z. B. Kunsthandwerk, Kultur, Musik). Wertvolle Impulse hierfür gaben die Vorträge der hochkarätigen Referentinnen und Referenten (Agenda).

MinDirig Stefan Schnorr gab zunächst einen Überblick über die aktuellen Herausforderungen an eine moderne Digital- und Innovationspolitik und hob insbesondere die Verdienste der Beraterinnen und Berater hervor. Ihre erfolgreiche Akquise führe letztlich dazu, dass kleine und mittlere Unternehmen die mit go-Inno geförderte Innovationsberatung nutzen und so ihr Innovationsmanagement und damit ihre Innovationsfähigkeit verbessern.

Zum Thema Sprunginnovationen gab RD Jörg Kleuver einen Überblick über den Stand der Vorbereitungen der Agentur zur Förderung von Sprunginnovationen.

Prof. Johannes Vogel, Ph.D., Generaldirektor des Museums für Naturkunde Berlin, betonte die Bedeutung der Zusammenarbeit von Gesellschaft und Wissenschaft auf dem Weg zu mehr Innovationen. Gemeinsam mit kleinen und mittleren Unternehmen habe das der Leibniz-Gemeinschaft angehörende Museum etwa an der Verwendung von Erkenntnissen zur Haut des Hais für die Produktion von Flugzeugen geforscht.

Frau Prof. Dr. Martina Schraudner, Leiterin Fraunhofer IAO, Center for Responsible Research and Innovation CeRRI, beschrieb, wie Arbeitsmethoden aus dem Design und interdisziplinäre Forschung helfen können, Ideen Gestalt zu geben.

Im Bereich Anwendungen belegte Jan Enzenauer, Enzenauer Flügel-Manufaktur GmbH, eindrucksvoll, dass und inwiefern Kunsthandwerk heute als Dienstleister und Ideengeber für die Industrie fungieren kann. Seine Forschungsergebnisse an einem Konzertflügel könnten beispielsweise zur Optimierung von Auspuffsträngen von Pkw verwendet werden. Sein Fazit lautete: Ohne go-Inno keine Kommunikation. Ohne Kommunikation kein Transfer.

Auf welchen unterschiedlichen Wegen durch Förderung Innovationen in mittleren Unternehmen kreiert und umgesetzt werden, zeigte Torsten Hansen, Leiter Forschung und Entwicklung der Firma Lausitzer Klärtechnik GmbH. Er stellte interessante Aspekte, wie die Einbindung von wissenschaftlichem Nachwuchs und Markterschließung im Ausland vor und berichtete über seine guten Erfahrungen mit den BMWi-Programmen „go-Inno“ und „Zentrales Innovationsmanagement (ZIM)“.

Dass es keinen Stillstand gibt und das BMWi seine Förderung kontinuierlich an Notwendigkeiten und Bedarfen der KMU orientiert, veranschaulichte MRin Carmen Heidecke. Den Blick bei marktnahen Innovationen weiten - dies betrifft nicht nur das Erfolgsprogramm ZIM, sondern auch ‎nichttechnische Innovationen (NTI), die Gegenstand einer neuen Pilotförderung sein werden.

Frau Carina Culotta, Projektmanagerin der IHK Mittlerer Niederrhein, erläuterte Aufgaben und Services mit denen die IHK innovierende KMU unterstützen. Konkret schilderte sie die Unterstützung am Beispiel „NRW.Innovationspartner“. Die kurze Vorstellung einer Umfrage zum Innovationsverhalten zeigte, dass Fördergelder oft nicht direkt mit einer stärkeren Innovationstätigkeit zusammenhängen, aber die damit verbundene Vernetzung ein starker Innovationstreiber ist.

Insgesamt machte die Veranstaltung deutlich, dass Treiberin der Innovationen die Gesellschaft ist, die äußeren Einflüsse und marktwirtschaftlichen Notwendigkeiten. Neue Entwicklungen rechtzeitig zu erkennen, selbst zum Vorreiter von Innovationstrends zu werden, ermöglicht es KMU, auch morgen noch erfolgreich am Markt zu sein. Das bedeutet auch, über die eigenen Unternehmens-, Technologie- und Regionsgrenzen hinaus zu denken und sich zu vernetzen. Transdisziplinäre Zusammenarbeit von Forschung, Kultur, Gesellschaft und Unternehmen schafft eine wichtige Voraussetzung für neue Denkanstöße bis hin zur Umsetzung von Innovationen in den einzelnen KMU. Die Förderprogramme des BMWi unterstützen die KMU in diesem Innovationsprozess.