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Mikroelektronik als Schlüsseltechnologie in Europa stärken

Mikroelektronik ist eine der Schlüsseltechnologien und Treiber für Innovation und Fortschritt – sowohl für die Digitalisierung von Gesellschaft und Wirtschaft, als auch für den Klimaschutz. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz setzt sich deshalb für die Entwicklung neuer mikroelektronischer Produkte und Dienstleistungen in Deutschland und Europa ein. Ziel ist es, die europäische Wirtschaft im weltweiten Wettbewerb konkurrenzfähig zu halten, Know-how für die souveräne Nutzung von wichtigen Technologien auszubauen und mit energieeffizienteren Chips sowie Halbleiterprodukten zur digitalen und grünen Transformation beizutragen.

Aufnahme einer Fabrik, in der Halbleiter hergestellt werden.
© Adobe Stock / IM Imagery

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie fördert daher seit 2019 innovative Projekte im Rahmen wichtiger Vorhaben von gemeinsamem europäischen Interesse (Important Project of Common European Interest, IPCEI), um innovative Halbleiterfabriken, moderne Labore sowie neue Produkt- und Fertigungslinien aufzubauen.

Ergänzend dazu setzt das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie das Europäische Chip-Gesetz (European Chips Act) um und fördert dabei weitere hochinnovative und kapitalintensive Vorhaben.

Leistungsfähige Chips und mikroelektronische Komponenten gehören zu unserem modernen Leben: Ohne sie würde kein Computer funktionieren, kein Auto fahren und keine Industrieanlage laufen. Wir nutzen sie für die Kommunikation in der Industrie sowie im privaten Bereich. Sie sind die Basis für die fortschreitende Digitalisierung in Wirtschaft und Gesellschaft. Technologien wie Künstliche Intelligenz, das Internet der Dinge, die Elektromobilität und das autonome Fahren sind auf leistungsfähige und sichere Chips angewiesen.

Mikroelektronik ist gleichzeitig ein wichtiger Treiber für den Klimaschutz: Innovationen in der Leistungselektronik wie energieeffiziente Chips und neue Materialien in der Halbleiterproduktion reduzieren den Stromverbrauch von Produkten, Industrieanlagen und Fahrzeugen. Investitionen in die Mikroelektronik bringen also im Sinne des europäischen Green Deal eine ressourcenschonende und energieeffiziente Wirtschaft voran.

Deutschland und Europa verfügen über eine leistungsfähige und exzellente Forschungslandschaft im Bereich der Mikroelektronik, die große Potenziale birgt. Damit Anwenderindustrien diese etwa für die Automobilentwicklung, die Medizintechnik, automatisierte Industrieanlagen oder eine digitale Verkehrsinfrastruktur produktiv nutzen können, müssen Know-how und Forschungsergebnisse in die Praxis überführt und dort weiterentwickelt werden.

Aus wirtschaftlicher, aber auch aus geo- (bzw. sicherheits-)politischer Sicht ist es unerlässlich, dass Deutschland und Europa ihre Mikroelektronik-Kompetenzen stärken und genügend Fachkräfte ausbilden, um am Markt zu bestehen.

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz fördert daher seit 2019 innovative Projekte im Rahmen wichtiger Vorhaben von gemeinsamem europäischen Interesse (Important Project of Common European Interest, IPCEI), um innovative Halbleiterfabriken, moderne Labore sowie neue Produkt- und Fertigungslinien aufzubauen.

Ergänzend dazu setzt das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz das Europäische Chip-Gesetz (European Chips Act) um und fördert dabei weitere hochinnovative und kapitalintensive Vorhaben.

Forschung, Fachkräfte, Fertigung: Die Mikroelektronik-Strategie der Bundesregierung

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt veröffentlichen am 15. Oktober 2025 die in gemeinsamer Federführung erstellte Strategie

Die Maßnahmen der Bundesregierung in der Mikroelektronik erhalten mit der im Bundeskabinett beschlossenen Strategie einen kohärenten Rahmen und eine klare Zielbestimmung. Die Strategie verknüpft europäische Instrumente und nationale Maßnahmen zu einem konsistenten Gesamtbild mit dem zentralen Ziel, dass Deutschland bei digitalen Schlüsseltechnologien nicht nur Anwender, sondern auch Entwickler und Produzent bleibt.

Download Mikroelektronik-Strategie:

DE: Mikroelektronik-Strategie der Bundesregierung

EN: Microelectronics Strategy of the German Federal Government

Gemeinsames Positionspapier von Bundesforschungsministerium und Bundeswirtschaftsministerium zur europäischen Chip-Strategie vom März 2025

Europas Position in der Mikroelektronik hat breite Auswirkungen auf die Innovations- und Wirtschaftskraft Deutschlands und damit auf die Fähigkeit zur Selbstbestimmtheit angesichts geopolitischer Spannungen. Deutschland kann nur gemeinsam mit seinen europäischen Partnern im internationalen Wettbewerb der Mikroelektronik bestehen.

Das Positionspapier soll den bisher gemeinsam mit Stakeholdern identifizierten Fokus und Anspruch eines künftigen Strategierahmens skizzieren. Es dient als Grundlage, um Deutschlands Position in europäische und internationale Gremien einzubringen und als Ausgangspunkt für eine in der neuen Legislaturperiode zu finalisierende nationale Mikroelektronik-Strategie.

Download Positionspapier Mikroelektronik:

DE: Positionspapier - Forschung, Fachkräfte, Fertigung: Impuls für das Mikroelektronik-Ökosystem in Deutschland und Europa

EN: Research, skilled workers, production: Impetus for the microelectronics ecosystem in Germany and Europe

IPCEI Advanced Semiconductor Technologies (AST) (geplant 2026 – 2031)

Mit dem Important Project of Common European Interest (IPCEI) „Advanced Semiconductor Technologies“ (AST) bündeln 17 EU-Mitgliedstaaten1 erneut ihre Aktivitäten, um auf die technologischen und geoökonomischen Veränderungen im Halbleiterbereich zu reagieren. Deutschland koordiniert das integrierte europäische Vorhaben gemeinsam mit den Niederlanden und Frankreich.

Eine Europakarte, die die aktiven Mitgliedstaaten im IPCEI AST zeigt
© BMWE
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1 Belgien, Deutschland, Finnland, Frankreich, Irland, Italien, Malta, Niederlande, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechien

Am 30.06.2026 hat das BMWE 14 Projekte zur Pränotifizierung bei der Europäischen Kommission eingereicht, um wichtige Entwicklungen der Halbleiterindustrie bis zur ersten gewerblichen Anwendung zu ermöglichen. Die Förderung der Projekte erfolgt in enger Partnerschaft zwischen Bund und den zwölf beteiligten Ländern2. Der Bund stellt für die Förderung bis zu 3,8 Milliarden Euro bereit. Gewährt werden kann die Förderung erst nach der beihilferechtlichen Genehmigung durch die Europäische Kommission und der Bereitstellung der erforderlichen Haushaltsmittel. Derzeit sind Projekte der folgenden 35 deutschen Unternehmen für die Förderung innerhalb des IPCEI AST vorgesehen:

Beteiligte deutsche Unternehmen (Stand 30.06.2026)

Eine Deutschlandkarte, die beteiligte deutsche Unternehmen am IPCEI AST zeigt.
© BMWE

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2 Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Hessen, Hamburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen

Ziel des IPCEI AST ist es, Europas technologische Souveränität zu stärken, die Position europäischer Akteure auf den Weltmärkten auszubauen und den Transfer von der Forschung in die industrielle Anwendung zu beschleunigen. Das IPCEI AST umfasst alle erforderlichen Schritte innerhalb der Halbleiter-Wertschöpfungskette. Neben Forschung und technologischer Entwicklung werden auch strategische Enabler wie Anlagenbau und Testequipment einbezogen.

Fokus auf die nächste Generation von Halbleitertechnologien

Im Mittelpunkt des IPCEI AST stehen technologische Entwicklungen, die neue Möglichkeiten entlang der Halbleiter-Wertschöpfungskette eröffnen und die Voraussetzungen schaffen, um neue Positionen globaler Technologieführerschaft und Marktstärke aufzubauen.

Alle im IPCEI AST geförderten Projekte können einem oder mehreren der folgenden Workstreams zugeordnet werden:

GROW
Der Workstream GROW zielt auf den Ausbau bestehender europäischer Stärken.

CHALLENGE
Europa ist in der Forschung vieler Zukunftstechnologien führend. Ziel des Workstreams CHALLENGE ist es, diese Technologien in die gewerbliche Nutzung zu transferieren und eine führende Marktpositionen aufzubauen.

ENABLE
Im Workstream ENABLE werden Arbeiten an den fundamentale Schlüsseltechnologien der Mikroelektronik-Wertschöpfungskette gebündelt, die Technologieentwicklungen in den zuvor genannten Bereichen ermöglichen.

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