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Handwerkspolitik und -förderung

Das Handwerk ist ein wichtiger Motor für Wachstum und Wohlstand in Deutschland. Mit mehr als eine Million Betrieben stellt es einen wesentlichen Teil des Mittelstands dar. Darüber hinaus ist das facettenreiche Handwerk „Ausbilder der Nation“: Über 28 Prozent aller Auszubildenden sind im Handwerk beschäftigt. Mit dem Aufgreifen der Themen Digitalisierung und Energieeffizienz sichert das Handwerk seine Zukunftsfähigkeit.

Tischlerin arbeitet in ihrer Werkstatt an Holz
© fotolia.com/Kzenon

Handwerkspolitik

Die Handwerkspolitik der Bundesregierung unterstützt Investitionen in Neugründungen, Umstrukturierungen, Unternehmensnachfolgen und Erweiterungen von Handwerksbetrieben, die berufliche Aus- und Fortbildung sowie die Fachkräftegewinnung und den Technologietransfer. Entscheidend sind günstige gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen, insbesondere in Bezug auf die Entlastung von Steuern und Abgaben, weiteren Bürokratieabbau, wettbewerbsfähige Energiepreise und flexiblere Bedingungen auf dem Arbeitsmarkt.

Die Bundesregierung hat es sich ausdrücklich zum Ziel gesetzt, die Situation von Frauen im Handwerk zu stärken. Auf Initiative des Bundeswirtschaftsministeriums wurde dazu gemeinsam mit weiteren Bundesministerien, Verbänden, Netzwerken und wissenschaftlichen Instituten der Aktionsplan „Mehr Unternehmerinnen für den Mittelstand“ ins Leben gerufen.

Anfang März 2023 erfolgte darüber hinaus der Startschuss für den Zukunftsdialog Handwerk, ein gemeinsam mit dem ZDH und dem DGB initiierter Branchendialog, der den Rahmen für einen offenen und partnerschaftlichen Austausch zwischen Politik, Handwerksorganisationen und Gewerkschaften bildet und dazu beitragen soll, das Handwerk für die großen Aufgaben der Zukunft fit zu machen und insbesondere mit Blick auf den Transformationsprozess hin zu einer klimaneutralen Wirtschaft zu unterstützen.

Der Zukunftsdialog orientiert sich an vier Themenbereichen, die für das Handwerk derzeit von besonderer Bedeutung sind:

  • Energiewende und nachhaltiges Wirtschaften
  • Digitalisierung
  • Fachkräfte in Zeiten des demographischen Wandels (einschließlich Stärkung von Frauen im Handwerk und Tarifbindung im Handwerk)
  • Stärkung der Selbstverwaltung (einschließlich Stärkung des Ehrenamts)

Der Dialogprozess ist darauf ausgelegt, dass er insbesondere vor Ort in den Regionen geführt wird und Denk- und Diskussionsprozesse anstoßen kann, um möglichst viele Beteiligte im Handwerk bei den anstehenden transformationsbedingten Herausforderungen mitzunehmen.

ZDH, DGB und BMWK haben gemeinsam ein Papier als Diskussionsgrundlage erarbeitet, welches Leitfragen zu den vorbenannten zentralen Zukunftsthemen des Handwerks enthält. Diese können Ausgangspunkt für den Dialog der Beteiligten vor Ort sein.

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